Die beste Prämie ist weder automatisch die teuerste noch die kleinste. Sie ist verständlich, für deine Kunden erreichbar und für deinen Betrieb verlässlich umsetzbar. Diese vier Fragen helfen bei der Auswahl.
Deine Prämie durchrechnen
Was kostet dein Dankeschön?
Verändere die Beispielwerte. Wir rechnen mit einer Einlösung pro voller Karte.
3,00 € ÷ 6 Einkäufe · 100 Einlösungen × 3,00 €
Material, zusätzliche Arbeitszeit und weitere Kosten in den Aufwand einrechnen. Vereinfachte Planungshilfe für Stempelkarten; keine Umsatz- oder Gewinnprognose. Für Punkteprogramme muss jede Prämie separat kalkuliert werden.
1. Würde dein Kunde den Vorteil selbst wählen?
Starte mit etwas, das bereits zu deinem Angebot passt. Ein beliebtes Produkt oder eine klar benannte Zusatzleistung ist leichter einzuordnen als ein abstrakter Vorteil. Frage dich, welchen konkreten Wunsch die Prämie erfüllt.
Beschreibe den Vorteil ohne Werbeversprechen: Was erhält der Kunde genau? Wo und wann lässt er sich einlösen? Eine Prämie mit unklarem Umfang kann trotz eines hohen Werts enttäuschen.
- Ein konkretes Produkt oder eine konkrete Leistung auswählen.
- Umfang, Varianten und notwendige Voraussetzungen benennen.
- Die Erklärung mit jemandem testen, der das Programm noch nicht kennt.
2. Was kostet eine eingelöste Prämie tatsächlich?
Der Verkaufspreis der Prämie ist nicht automatisch ihr Aufwand für den Betrieb. Betrachte Material, zusätzliche Arbeitszeit und mögliche Kapazitätskosten. Eine kostenlose Zusatzleistung kann einen Termin verlängern; ein Produkt benötigt möglicherweise Verpackung und Zubereitung.
Für eine erste Orientierung kannst du den geschätzten Aufwand pro Prämie durch die Anzahl der erforderlichen qualifizierten Einkäufe teilen. Das ergibt eine vereinfachte Belastung je Sammelschritt. Es sagt noch nichts über zusätzlichen Umsatz, Gewinn oder eine tatsächliche Verhaltensänderung aus.
3. Passt das Ziel zum Besuchsrhythmus?
Sechs Einkäufe können in einem Café schnell zusammenkommen und in einem Salon viele Monate dauern. Beurteile das Sammelziel deshalb zusammen mit dem üblichen Abstand zwischen Besuchen. Eine rechnerisch günstige Prämie hilft wenig, wenn sie für Kunden unerreichbar wirkt.
Plane nicht mit der Annahme, dass niemand einlöst. Dein Betrieb sollte die versprochene Prämie auch dann anbieten können, wenn aktive Kunden ihr Ziel erreichen. Beginne mit einer klaren, tragfähigen Regel statt mit vielen wechselnden Sonderfällen.
4. Ist die Regel im Alltag belastbar?
Schreibe Sammelregel und Einlösung so auf, dass dein Team sie gleich erklärt. Entscheide, welche Einkäufe zählen, wie das Ziel erkannt wird und wer Unklarheiten oder Korrekturen bearbeitet. Teste anschließend den vollständigen Ablauf mit einer eigenen Karte.
Beobachte nach dem Start Rückfragen, Buchungsfehler und die tatsächliche Einlösung. Diese Beobachtungen helfen dir, den Ablauf zu verbessern. Einzelne Einlösungen beweisen noch nicht, dass dein Programm zusätzlichen Umsatz erzeugt.
Wenn du Bedingungen später änderst, berücksichtige bereits gesammelte Stempel und kommuniziere die Änderung verständlich. Kunden sollten den versprochenen Vorteil nicht erst beim Einlösen neu kennenlernen.
- Regel und Prämie vor dem Start festhalten.
- Sammeln und Einlösen gemeinsam mit dem Team testen.
- Rückfragen dokumentieren und bei Änderungen bestehende Sammelstände berücksichtigen.